höchstmass hilft – Soforthilfe für die Ukraine
Ein persönlicher Rückblick auf unsere spontane Hilfsaktion im März 2022: Innerhalb von 48 Stunden sammelten wir 17 Paletten Hilfsgüter und transportierten sie an die polnisch-ukrainische Grenze.
Liebes Netzwerk, liebe Familie, Freunde und Bekannte – wir möchten unsere Erfahrungen und Eindrücke der spontanen Hilfsaktion mit euch teilen. Die Umstände seit unserer Reise haben sich dramatisch verschlechtert, und es bedarf heute mehr Unterstützung als je zuvor.
Dennoch wollen wir unsere Eindrücke weitergeben und alle, die noch zögern oder überlegen, zum Handeln motivieren. Es ist beeindruckend, was in kürzester Zeit möglich ist, wenn Menschen zusammenkommen und anpacken.
Unserem Spendenaufruf vom 02. März 2022 sind unglaublich viele Spenderinnen und Spender gefolgt. In nur 48 Stunden bis Freitag, den 04. März 2022, kam die unfassbare Menge von circa 17 Paletten Hilfsgütern zusammen. Aus einem Duo wurde eine Sechser-Gruppe von Freunden, die den Transport in drei Fahrzeugen quasi über Nacht organisierte.
Vom Aufruf zur Aktion
Was als spontane Idee begann, wurde innerhalb weniger Tage zu einer bewegenden Hilfsaktion mit bleibendem Eindruck.
Spendenaufruf startet
Am Mittwoch veröffentlichten wir unseren Aufruf an Familie, Freunde und unser Netzwerk. Die Resonanz übertraf alle Erwartungen – innerhalb weniger Stunden trafen die ersten Spenden ein.
Spenden strömen ein
Den ganzen Tag über erreichten uns Sachspenden aller Art: Lebensmittel, Hygieneartikel, Kleidung, Medikamente. Unser Parkplatz in Mainz verwandelte sich in ein Logistikzentrum. Auch im Lager in Alzey wurde fleißig gesammelt.
Sortieren und Verpacken
Bei strahlendem Kaiserwetter sortierten und verpackten wir alle Spenden neu. Auch während des Tages trafen weiter Lieferungen ein – unter anderem ein komplettes Fahrzeug voller haltbarer Lebensmittel. Das letzte Fahrzeug war gegen Mitternacht beladen.
Abfahrt um 04:00 Uhr
Nach einer kurzen Ruhepause starteten wir pünktlich um vier Uhr morgens in Mainz. Bei einem kurzen Stopp in Erfurt übernahmen wir persönliche Schutzausrüstung für fünf ukrainische Kämpfer. Gegen 19 Uhr erreichten wir Rzeszów in Polen.
Übergabe und Rückfahrt
13 Paletten übergaben wir an unseren Logistikpartner für den Weitertransport nach Lwiw. Anschließend nahmen wir drei Frauen mit vier Kindern aus einer Flüchtlingsunterkunft sicher mit ins Rhein-Main-Gebiet.
Bilder sagen mehr als Worte
Eindrücke von der Sortierstelle, dem beladenen Konvoi und der Übergabe in Polen.
Sortieraktion auf dem Parkplatz bei höchstmass
Beladene Fahrzeuge vor der Abfahrt
Lebensmittellieferung für die Ukraine
Von Mainz an die Grenze
Über 1.000 Kilometer durch Deutschland und Polen – eine Fahrt, die niemand von uns vergessen wird.
Start in Mainz
Um 04:00 Uhr früh starteten wir mit drei vollbeladenen Fahrzeugen. Trotz der kurzen Nacht waren alle top motiviert und voller Energie für die bevorstehende Mission.
Zwischenstopp Erfurt
Um 07:00 Uhr erreichten wir Erfurt für einen kurzen Halt. Dort übernahmen wir über unser Netzwerk persönliche Schutzausrüstung für fünf ukrainische Kämpfer.
Ankunft in Rzeszów
Gegen 19:00 Uhr erreichten wir unser Ziel in Polen. Mit Unterstützung der Helfer vor Ort entluden wir die Fahrzeuge und übergaben die Hilfsgüter an den Logistikpartner.
Eindrücke, die bleiben
Am nächsten Morgen fuhren wir in die polnisch-ukrainische Grenzstadt Medyka, um Geflüchteten eine Mitfahrgelegenheit ins Rhein-Main-Gebiet anzubieten. Die Bilder und Eindrücke dort lassen sich kaum in Worte fassen.
Nicht nur die Sprachbarriere machte es schwer, das nötige Vertrauen zu den Geflüchteten aufzubauen. Nach allem, was uns zugetragen wurde, tummeln sich an der Grenze auch Menschen mit unlauteren Absichten, die die Not schamlos ausnutzen.
Auf Anraten der Helfer vor Ort fuhren wir zu einer nahen Flüchtlingsunterkunft. Dort fanden sich schnell drei Frauen mit vier Kindern, die unser Angebot dankbar annahmen. Wir konnten sie sicher ins Rhein-Main-Gebiet bringen und dort unterbringen.
„Nachdem wir mit eigenen Augen das Leid und die Not dieser unzähligen Menschen gesehen haben, werden wir weiter für Unterstützung sorgen. Dies war nicht der Endpunkt unserer Hilfe."
Gemeinsam Verantwortung übernehmen
Die verbleibenden Spenden übergaben wir vertrauensvoll an weitere Helfer, die ebenfalls Hilfsgüter nach Polen brachten. Doch auch für uns war dies nicht der Endpunkt unserer Unterstützung.
Nachdem wir mit eigenen Augen das Leid und die Not dieser Menschen gesehen haben, ist klar: Wir werden weiter für Unterstützung sorgen. Es ist beeindruckend, was möglich ist, wenn Menschen zusammenkommen und anpacken – und genau das wollen wir auch in Zukunft tun.
Wir danken allen Spenderinnen und Spendern, allen Helfern und allen, die diese Aktion ermöglicht haben. Ihr habt gezeigt, was echte Solidarität bedeutet.
Gemeinsam mehr erreichen
Ob als Mitarbeiter, Kunde oder Partner – werden Sie Teil eines Teams, das Verantwortung übernimmt und anpackt, wenn es darauf ankommt.