Liebes Netzwerk, Familie, Freunde und Bekannte,

wie angekündigt, möchten wir gerne mit Euch unsere Erfahrung der spontanen Hilfsaktion teilen. Natürlich kann das nur ein Rückblick sein. Die Umstände seit unserer Reise haben sich dramatisch verschlechtert und es bedarf jetzt mehr Unterstützung als je zuvor. Dennoch wollen wir unsere Eindrücke weitergeben und alle die noch zögern und überlegen, zum Handeln motivieren.

Unserem Spendenaufruf vom 02.03.2022 sind unglaublich viele Spenderinnen und Spender gefolgt und haben in den 48 Stunden bis Freitag, den 04.03.2022 die Unglaubliche Menge von ca. 17 Paletten Hilfsgütern zur Verfügung gestellt. Aus unserem Duo mit Eric Schmidt und mir wurde in der gleichen Zeit erst eine 4er- und schließlich eine 6er Gruppe von Freunden, die den Transport in 3 Fahrzeugen quasi über Nacht organisiert haben.

Doch bevor der Konvoi starten konnte, mussten die Zahlreichen Spenden zuerst sortiert- und neu verpackt werden. Glücklicherweise konnten wir das bei Kaiserwetter auf dem Parkplatz vor unserem Büro machen. Dabei erreichten uns auch während des Tages noch laufend Sachspenden. Unter anderem ein Fahrzeug voller haltbarer Lebensmittel, welches von unseren Fleißigen Helfern in Mainz ebenfalls entladen, sortiert und neu verpackt und beschriftet wieder verladen wurde. Dabei waren nicht nur die Mainzer Helfer top motiviert: Auch in unserem Lager in Alzey wurden fleißig Spenden gesammelt, Sortiert und Verpackt.

Nachdem das letzte Fahrzeug gegen 24 Uhr am Freitag beladen war, haben wir eine kurze Ruhepause vor der Abfahrt um 04:00 Uhr früh am Samstagmorgen eingelegt. Trotz der kurzen Nacht konnten wir pünktlich und top motiviert in Mainz starten. Bei einem Kurzen Stopp in Erfurt um 07:00 Uhr wurde uns – bereitgestellt durch unser Netzwerk – noch Persönliche Schutzausrüstung für 5 ukrainische Kämpfer übergeben. Der Rest der Fahrt verlief ohne Probleme oder Höhepunkte und wir erreichten unser Endziel in Rzeszów in Polen gegen 19 Uhr. Mit der Tatkräftigen Unterstützung der Helfer vor Ort leerten wir die Fahrzeuge und übergaben 13 Paletten an unseren Logistikpartner, der den Weitertransport nach Lwiw übernahm.

Die Nacht verbrachten wir in einem örtlichen Hotel, um am nächsten Morgen die Heimreise erholt und gestärkt anzutreten. Doch bevor wir uns auf den Heimweg machen konnten, wollten wir geflüchteten eine Mitfahrgelegenheit ins Rhein-Main Gebiet bieten. Wir fuhren also in die Polnisch-Ukrainische Grenzstadt Medyka, um dort Personen aufzunehmen.

Die Bilder und Eindrücke können nicht durch die Fotos wieder gegeben werden. Es kommt ein unendlicher Strom verängstigter Menschen, die einen Gang durch die Hölle hinter sich haben. Nicht nur durch die vorhandene Sprachbarriere war es also sehr schwer, das nötige Vertrauen zu geflüchteten aufzubauen, um diesen die Mitfahrt anzubieten. Leider tummeln sich nach allem was uns zugetragen wurde auch eine Vielzahl von Menschen mit unlauteren Absichten dort, die sich aus der Not der Menschen einen Vorteil versprechen und diese schamlos ausnutzen.

Auf Anraten einiger Helfer der Organisationen vor Ort, haben wir unser Vorhaben abgebrochen und sind an eine nahe Flüchtlingsunterkunft gefahren, um dort mit den Helfern vor Ort Passagiere für unseren Transport zu finden. Nach kurzer Zeit haben sich bereits drei Frauen mit vier Kindern gefunden, die unser Angebot gerne angenommen haben und die wir sicher von Polen ins Rhein-Main-Gebiet mitnehmen und dort unterbringen konnten.

Die Verbleibenden Spenden übergeben wir vertrauensvoll an weitere Helfer, die ebenfalls Hilfsgüter nach Polen bringen. Doch auch für uns war dies nicht der Endpunkt unserer Unterstützung. Nachdem wir mit eigenen Augen das Leid und die Not dieser unzähligen Menschen gesehen haben, werden wir weiter für Unterstützung sorgen.

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